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Das Flugzeug am Freitagnachmittag hatte Verspätung,
weil die Maschine aus Stuttgart schon zu spät in Brüssel gelandet
war und dann auch nicht rechtzeitig wieder starten konnte. So
kam es, dass Maurizio Volpe (6. Dan aus Olcella) die Teilnehmer am
Lehrgang mit den Techniken des 5. Kyu schon richtig ins Schwitzen
gebracht hatte, als Doshu Yoshigasaki mit ca. einer halben Stunde
Verspätung aus Stuttgart in der Witthauhalle eintraf.
Er nahm den Faden auf und setzte das Training mit Techniken des 4.
bis 2. Kyu fort.

Was waren die wesentlichen Eindrücke für die
Teilnehmer dieses wieder gut besuchten Lehrgangs, der vom
Solidaritätsfonds Aikido finanziert und von den 3 lokalen Dojos
(Haigerloch, Balingen und Hechingen) unter der Federführung von
Jean-Jacques Greuter, dem 1. Vorsitzenden von Haigerloch,
organisiert wurde?

1. Atemübungen und Misogi sind eine wichtige und
unbedingt notwendige Grundlage aller Aikidotechniken. Dazu ließ der
Doshu zunächst im Lehrertraining und später auch im allgemeinen
Training intensiv Atmung und Misogi mit und ohne Bokken üben.
2. Aikido ist eine Kampf-, keine Kriegskunst, deren
philosophische Basis in der langen Friedenszeit der Tokugawa in
Japan entwickelt wurde. Den Konflikt zu vermeiden lässt sich ganz
deutlich und praktisch in den Techniken üben, wie es präzise von
Yoshigasaki Sensei gezeigt wurde. Aikido könnte auch dazu beitragen,
das Zusammenleben in einer globalisierten Welt friedlich zu
gestalten.
3. Auch dieser Lehrgang des Solidaritätsfonds
Aikido, der wieder zahlreiche Teilnehmer aus Italien, der Schweiz,
Deutschland und Frankreich zusammenführte, zeigt den Erfolg des
Konzepts: Das Niveau ist deutlich gestiegen, die internationale
Mischung gibt den Lehrgängen ihr eigenes Flair, die Teilnehmer üben
gerne miteinander und helfen sich gegenseitig. Die Entwicklung ist
damit noch nicht zu Ende: Ab 2008 wird es einen Budopass für die
Aikidoschule von Bruno Maule geben (Internationale Ki Aikido
Akademie www.aikiai.org
bzw. Académie Internationale Ki Aikido), der für Unterricht,
Lehrgänge und Prüfungen noch mehr Qualität bringen soll.

Ein ereignisreicher und sehr interessanter Lehrgang
ging am Sonntagmittag zu Ende. Ronny Engelke überreichte dem Doshu
eine kleine Wegzehrung (badischen Wein und Schwarzwälder Schinken).
Bruno Maule ergriff noch ein Mal das Wort, um dem Doshu zu danken
und die Teilnehmer daran zu erinnern, dass es ein Glücksfall für uns
alle ist, einen solchen Lehrer zu haben.

Bei wunderschönem spätsommerlichen Sonnenschein endete der Lehrgang
mit dem Mittagessen in der Pizzeria Calimero, nach welchem die
Italiener und Schweizer nach Hause aufbrachen und Doshu Yoshigasaki
wieder zum Flughafen nach Stuttgart gebracht wurde.
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